{"id":51,"date":"2026-04-13T19:14:34","date_gmt":"2026-04-13T17:14:34","guid":{"rendered":"https:\/\/gynaekologie-und-leistungssport.de\/gynaekologie-und-leistungssport.de\/?p=51"},"modified":"2026-04-13T20:22:13","modified_gmt":"2026-04-13T18:22:13","slug":"was-sind-deine-rechte-in-der-schwangerschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gynaekologie-und-leistungssport.de\/gynaekologie-und-leistungssport.de\/2026\/04\/13\/was-sind-deine-rechte-in-der-schwangerschaft\/","title":{"rendered":"Was sind deine Rechte in der Schwangerschaft?"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group has-figtree-font-family is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p class=\"has-figtree-font-family wp-block-paragraph\">Das Mutterschutzgesetz regelt gesetzlich die Rahmenbedingungen der beruflichen T\u00e4tigkeit Schwangerer und legt die Mutterschutzfristen fest. Sein Ziel ist das Abwenden von Gefahren f\u00fcr die Schwangere und das ungeborene Kind. Folgende T\u00e4tigkeiten werden Schwangeren laut Mutterschutzgesetz untersagt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Nacht-, Schicht-, Flie\u00dfband- oder Akkordarbeit<\/li>\n\n\n\n<li>Arbeiten f\u00fcr mehr als 8,5 h t\u00e4glich bzw. mehr als 42 h w\u00f6chentlich<\/li>\n\n\n\n<li>Heben von Lasten von mehr als 10 kg einmalig oder regelm\u00e4\u00dfiges Heben von mehr als 5 kg\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Umgang mit gef\u00e4hrlichen Materialien (z.B. radioaktives, infekti\u00f6ses oder krebserregendes Material) oder infekti\u00f6sen Personen<\/li>\n\n\n\n<li>Arbeiten unter Tage oder auf H\u00f6hen > 2 000 m oder bei massiven thermischen Belastungen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Folgende Vorkehrungen muss die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber treffen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jede Arbeitgeberin oder jeder Arbeitgeber muss eine Gef\u00e4hrdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes vorhalten. Darunter versteht man eine Auflistung von T\u00e4tigkeiten, die w\u00e4hrend der Schwangerschaft gefahrlos, eingeschr\u00e4nkt oder nicht m\u00f6glich sind (sogenannte Positivliste f\u00fcr T\u00e4tigkeiten, die gefahrlos m\u00f6glich sind und Negativliste f\u00fcr T\u00e4tigkeiten, die nicht m\u00f6glich sind). Zudem m\u00fcssen Arbeitgebende der Schwangeren eine Vorstellung und Beratung bei der zust\u00e4ndigen Betriebs\u00e4rztin oder dem zust\u00e4ndigen Betriebsarzt erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Folgende Rechte haben Schwangere w\u00e4hrend ihrer beruflichen T\u00e4tigkeit:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Freistellung von der Arbeit f\u00fcr Termine im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge<\/li>\n\n\n\n<li>Bereitstellen einer Ersatzperson durch Arbeitgebende, die im Falle von k\u00f6rperlichen Beschwerden die T\u00e4tigkeit \u00fcbernimmt<\/li>\n\n\n\n<li>regelm\u00e4\u00dfige Ruhepausen und\u00a0Bereitstellen eines Raums mit Liege durch Arbeitgebende f\u00fcr regelm\u00e4\u00dfige Ruhepausen<\/li>\n\n\n\n<li>w\u00e4hrend der Stillzeit Bereitstellen eines Stillraums durch Arbeitgebende und regelm\u00e4\u00dfige Stillpausen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst im Januar 2021 hat die FIFA erstmals einheitliche Mutterschutzregelungen f\u00fcr den Profifu\u00dfball eingef\u00fchrt. Spielerinnen haben seitdem Anspruch auf mindestens 14 Wochen Mutterschaftsurlaub. In dieser Zeit werden zwei Drittel des Gehalts weitergezahlt. Zudem besteht ein Schutz vor K\u00fcndigung w\u00e4hrend der Schwangerschaft. Spielerinnen m\u00fcssen laut FIFA die M\u00f6glichkeit haben, nach der Elternzeit ins Team zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wichtig zu Wissen:&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Betriebs\u00e4rztin oder der Betriebsarzt der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers unterliegt der gesetzlichen Schweigepflicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die oben gem\u00e4\u00df Mutterschutzgesetz aufgef\u00fchrten Rechte Schwangerer und Stillender sind an keine Verpflichtungen der Schwangeren oder Stillenden gekn\u00fcpft. Keine Schwangere ist verpflichtet, die Schwangerschaft ihrer Arbeitgeberin oder ihrem Arbeitgeber mitzuteilen. Viele Schwangere, die weiterhin ihren Beruf uneingeschr\u00e4nkt aus\u00fcben m\u00f6chten und sich dazu gesundheitlich in der Lage f\u00fchlen, informieren ihre Arbeitgeber(innen) nicht unmittelbar nach positivem Schwangerschaftstest, sondern erst im Verlauf der Schwangerschaft. Da man in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft noch nicht genau wei\u00df, ob sich der Embryo weiterentwickelt, sagen die meisten Schwangeren erst nach 13 Wochen allen, dass sie schwanger sind. Dies gilt zumindest f\u00fcr gesunde Schwangere und normal verlaufende Schwangerschaften. Bei Risikoschwangerschaften ist es sinnvoll, die Arbeitgeber(innen) schon fr\u00fchzeitig \u00fcber eine bestehende Schwangerschaft zu informieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Mutterschutzgesetz regelt gesetzlich die Rahmenbedingungen der beruflichen T\u00e4tigkeit Schwangerer und legt die Mutterschutzfristen fest. 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