Wann ist es gesund auf den Platz zurückzukehren?

In der Medizin ist es generell kaum möglich pauschale Antworten zu geben, da jeder Mensch anders ist. Grundsätzlich gilt bis acht Wochen nach der Entbindung ein gesetzliches Verbot beruflicher und körperlich anstrengender Tätigkeiten. Dein Körper hat während Schwangerschaft und Geburt Höchstleistungen vollbracht. Das heißt auch, dass deinem Körper und insbesondere deinem Beckenboden sehr viel abverlangt wurde. Bereits nach der Entlassung aus der Geburtsklinik solltest du dir jeden Tag 10-20 min Zeit nehmen, um leichte Übungen für deinen Beckenboden zu machen. Diese Übungen kann dir deine Hebamme zeigen, die dich in den ersten zwölf Wochen nach der Geburt regelmäßig besucht. 

Die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt werden Wochenbett genannt. In dieser Zeit stellt sich der Körper wieder um und erreicht den Zustand vor der Schwangerschaft. Wochenbett heißt nicht, dass man sich die ganze Zeit im Bett aufhalten muss, aber starke körperliche Belastungen wie das Hebens schwerer Lasten sind tabu und du solltest die Zeit nutzen, um dich auszuruhen und dein Kind näher kennen zu lernen.

Hier ist auch noch eine Internetseite mit Anleitungen zu Übungen für den Beckenboden:

Auch auf Youtube findet man gute Videos.

Mit Hilfe dieser Beckenbodengymnastik wird die Rückbildung der Gebärmutter gefördert und du senkst das Risiko dafür, im höheren Lebensalter eine Senkung der Beckenorgane oder einen unwillkürlichen Urinabgang bei Belastung zu erleiden. 

Etwa drei bis sechs Monate nach der Geburt solltest du dann an einem Rückbildungskurs teilnahmen. Man geht davon aus, dass der Beckenboden sechs Monate nach der Geburt seine größte Fitness erreicht. Somit wäre ab ca. sechs Monate nach der Geburt wieder eine volle Belastung möglich. Mindestens bis zu dieser Zeit sollten aber regelmäßige Beckenbodenübungen erfolgen.

Wichtig zu Wissen: 

Sowohl gesetzliche als auch private Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Betreuung durch eine Hebamme. Diese Unterstützung solltest du auf jeden Fall in Anspruch nehmen. Die Hebamme beantwortet Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt, kann bei Schwangerschaftsbeschwerden Hilfe leisten, das Kind nach der Geburt messen und wiegen oder hilfreiche Tipps beim Stillen und der Ernährung des Säuglings geben. Zudem wissen Hebammen auch, wo Rückbildungskurse zusammen mit anderen jungen Müttern stattfinden und kann dich auch für einen Kurs in deiner Nähe anmelden. Auch die Teilnahme an einem Rückbildungskurs wird von den Krankenkassen bezahlt.

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